Die Multi-Taskforce der Kosmetik
Grüner Tee, Koffein, Goji-Beere, Gerste & Co

Grüner Tee, Koffein, Goji-Beere, Gerste & Co: Was wie Zutaten auf einer Liste für den Wochenend-Einkauf aussieht, hat seinen Weg in die Beauty-Industrie gefunden. Diese Produkte pflegen die Haut als wertvolle Ingredienzien und behaupten ihren prominenten Platz als natürliche Inhaltsstoffe in Seren, Cremes und Ölen.

 

Goji – die kleine Wunderbeere

Rot, klein und oval – das sind die äußerlichen Merkmale der Beere, die sich in der ersten Reihe der Trendfrüchte durchgesetzt hat. Um das 18. Jahrhundert hielt man die Früchte der Bocksdornbeere noch für giftig. Überzeugt haben aber schließlich ihre inneren Werte: In China wird die Goji-Beere schon seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel unter anderem für gesunden Schlaf und Bluthochdruck benutzt. Daneben findet sie auch in der Küche Verwendung, nicht allein aufgrund ihres reichhaltigen Vitamin-Gehalts: Die kleine Beere enthält hohe Konzentrationen von Vitamin C, aber auch Vitamin B und E, sowie Spurenelemente wie zum Beispiel Eisen, Kupfer und Magnesium. Somit ist sie eine supergesunde Frucht. Aber was hat ihr den Eintritt in die Kosmetik-Welt verschafft? Die enorm hohe antioxidative Eigenschaft, die die Beere zum wertvollen Anti-Aging-Helfer macht. Freie Radikale und Zellalterung sollen mit Hilfe von deren Extrakten wirkungsvoll bekämpft werden. Wie auch bei anderen Inhaltsstoffen sollte auf biologischen Anbau geachtet werden. Zertifizierte Goji-Bauern aus Deutschland sorgen für eine sorgfältige Kultivierung nach europäischen Richtlinien.

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Koffein – Aufputschmittel für die Haut

Frisch geröstet und gebrüht, so ist Ihnen Kaffee am liebsten? Der stimulierende Wachmacher, der erstmals im 9. Jahrhundert in Äthiopien erwähnt wurde, hat aber auch äußerlich belebende Wirkung. Das wussten bereits unsere Mütter, als sie uns nach durchheulten Nächten eine Schwarztee-Beutel-Kompresse gegen Tränensäcke empfahlen. Koffein soll eingelagertes Wasser und Lymphflüssigkeit ausschwemmen. Die Haut wirkt dadurch deutlich straffer. Den Trick machen sich jetzt Augencremes zunutze. Auch auf das Haarwachstum und die Durchblutung wirkt Koffein positiv. Es soll dafür sorgen, dass die Zellen besonders gut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Sie bekommen Energie, um sich zu erneuern. Das Ergebnis: Der Teint strahlt direkt nach dem Eincremen superfrisch.

Rezept für selbst gemachtes Kaffee-Dusch-Peeling:

  • 3 EL Kaffeepulver
  • 1 EL Zucker
  • mit neutralem Öl verrühren
  • Ein- bis zweimal pro Woche die Paste auf dem Körper mit sanft kreisenden Bewegungen unter der Dusche auftragen und danach mit fließendem Wasser abspülen.

 

Grüner Tee – der sanfte Radikalfänger

Noch ein Super-Wirkstoff, der innen wie außen für Wohlbefinden sorgen soll, ist Grüner Tee. Werden die unfermentierten Blätter getrunken, soll die Aufnahme von Fetten aus der Nahrung gehemmt werden. Hauptverantwortlich dafür sind vermutlich Gerbstoffe und Saponine. Auch die Hautgesundheit soll von grünem Tee profitieren. Ein Extrakt der grünen Blätter des Teebaums wirkt antioxidativ und hilft der Haut, sich zu schützen. Für die Haut ist neben der antioxidativen auch die antientzündliche Wirkung von Bedeutung.

 

Roggen, Gerste und Weizen – Regeneratives aus der Kornkammer

Getreide ist ein Segen unter Naturprodukten, da es ist nicht nur komplex zusammengesetzt, sondern durch den weltweiten Anbau in großer Menge verfügbar und nachhaltig ist: Selbst Nebenprodukte wie Getreidespelze lassen sich sinnvoll verwerten. Glaubt man der Dichterin und Komponistin Hildegard von Bingen (geb. 1098), soll sich mit Gerstenwasser waschen, „wer im Gesicht und am Kopf eine harte, raue Haut hat, die sich schuppt“. Ins moderne Zeitalter übersetzt heißt das: Essenzen finden sich als konzentrierte Wirkstoffkomponente in der Hautpflege. Und speziell aufbereitete Wachstumsfaktoren, gewonnen aus Gerste, sollen die Haut von innen straffen. Ein weiteres Verfahren ist die Herstellung von Malz in der Kosmetik: Um die gebündelte Anti-Aging-Kraft von Gerste, Weizen und Roggen zu nutzen, wird Malz hergestellt. Der Extrakt ist besonders reich an Polyphenolen, die die Haut vor zu schneller Alterung schützen. Aus Weizen lässt sich darüber hinaus auch der Feuchtigkeitsspender Hyaluronsäure herstellen, der den Teint schön prall wirken lässt. Im Öl der Keime steckt zudem Vitamin E, das dafür bekannt ist, die Haut länger elastisch zu halten. Damit kann man sich gepflegt vom Acker machen!

-MG-