So werden Sie zum Duftstar!
Die wichtigsten Fakten über Parfüms

Wissen Sie, wie ich mich in Sekundenschnelle in eine andere Welt versetzen kann? Mit besonderen Düften! Parfüms setzen bei mir sofort ein Kopfkino in Gang, sie wecken Erinnerungen. Mal denke ich an meine Mama oder meine Schwestern, andere Düfte beamen mich an den Strand von Palm Beach oder zurück in die Kindheit. Sobald ich Rosen und Lavendel erschnuppere, bin ich gedanklich in Südfrankreich, wo ich eigene Rosenfelder für meine Produkte anbaue. Für mich gehört Parfüm zum täglichen Pflege- und Schönmach-Ritual – genauso wie andere Beauty-Produkte. Verwöhnen Sie sich doch auch mit einem schönen und persönlichen Duft, denn das Leben ist dufte!

1. Eins, zwei, drei – meins! So finden Sie Ihr Parfüm

Haben Sie bei einer Freundin einen tollen Duft gerochen? Nun wollen Sie ihn auch haben? Mein Tipp: Erstmal probetragen, da jede Haut anders reagiert. Wenn Sie einen neuen Lieblingsduft aufspüren wollen, machen Sie das am besten vormittags. Mit noch ausgeruhter Nase riecht man aufmerksamer, intensiver. Mir hilft auch oft die goldene Drei-Fragen-Regel weiter. Erstens: Wie lange hält sich das Parfüm auf der Haut? Wenn sich die Sache gleich wieder verflüchtigt, kann man sie ebenso gut vergessen. Zweitens: Kann man das Parfüm auch aus der Distanz erkennen? Falls das nicht der Fall ist, können Sie das Geld sparen. Zuletzt: Harmonieren – für Ihr Empfinden – die Moleküle, aus denen der Duft sich zusammensetzt?

2. Wie man Parfüms trägt

Hier ist es nicht so leicht, die richtige Dosierung zu finden – einerseits möchte man mit dem eigenen Parfüm die Umwelt nicht betäuben, andererseits verfliegen einige Düfte zu schnell, wenn man sie zu sparsam einsetzt. Damit ein Parfüm sich besonders gut entfalten kann, sollte man es auf die Pulspunkte sprühen. Weil an den Schläfen und Handgelenken das Blut dicht unter der Hautoberfläche strömt und der Duft so gut zur Geltung kommt. Aber es spricht auch nichts dagegen, wenn Sie ihr Parfüm aufsprühen, wo Sie mögen: Arme, Brust, Nacken, Kniekehlen. Auch Kleidung darf man zart betupfen – allerdings hinterlassen manche Parfüms Flecken, daher also erstmal an einer unauffälligen Stelle testen.Vermeiden Sie auch besser den direkten Kontakt mit UV-Strahlung und sprühen Sie den Duft nicht auf Stellen, die lange der Sonne ausgesetzt sind, da er sonst schneller verfliegt.

3. Kühl und dunkel – die richtige Lagerung von Parfüms

Liebe Ladys, das klingt jetzt ein wenig ungewöhnlich, aber der beste Platz zur Aufbewahrung der olfaktorischen Kostbarkeiten ist der Kühlschrank! Warum das so ist?  Licht, Hitze und Sauerstoff schränken die Haltbarkeit von Parfüms ein. Bei unersetzbaren Düften gibt es keine bessere Aufbewahrung. Alle anderen sollten nicht im direkten Sonnenlicht oder an Wärmequellen stehen und unbedingt mit Deckel verschlossen sein, damit kaum Luft eindringt.

4. Die Struktur des Parfüms

Da die Bestandteile eines Parfüms sich verschieden schnell verflüchtigen, entwickeln sich die Substanzen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Oft besteht ein Parfüm aus einer „Pyramide“ von einer Kopf-, einer Herz- und einer Basisnote. Die Duftphasen können sehr unterschiedlich wirken: Manche verlieren sehr schnell ihre Kopf- und Herznote, andere dagegen lassen sich Zeit, bevor sie ihre Basisnote entfalten. Es gibt auch lineare Parfüms, die von Anfang bis zum Ende denselben Geruch haben.

5. Diese Zutaten sind drin

Natürliche und synthetische Quellen dienen als Bestandteil für ein Parfüm. Herrliche Blüten, wie Jasmin, Rosen und Tuberosen gehören zu den natürlichen Zutaten. Für meine Parfüms, wie etwa das Parfum Deluxe benutze ich Blüten aus meinem eigenen Rosenanbau bei Grasse – damit kann ich sicherstellen, dass die beste Auswahl benutzt wird. Andere Komponenten stammen von Früchten, Blättern, Zweigen, Rinden oder Holzölen. Synthetische Bestandteile werden für Düfte verwendet, die nicht aus natürlichen Quellen extrahiert werden können. Oft wundert man sich über den hohen Preis eines Parfüms, aber der spiegelt nur den Aufwand an Zeit und Mühe wider, der zur Extrahierung natürlicher Stoffe notwendig ist. Für ein Kilogramm reines Jasmin braucht man etwa 1000 Kilo handgepflückte Jasminblüten: Da kosten die Extrakte von 2500 Euro bis 25.000 Euro! Meine Parfüms werden in der Duft-Metropole Grasse nach ganz strengen Qualitätskriterien hergestellt – es werden nur sorgfältig ausgewählte und hochwertige Duftstoffe verarbeitet, wie etwa mehrwöchig gereifte Parfümöle.

6. So lange dauert die Entwicklung eines Parfüms

Frédéric Haldimann, ein Meister unter den Parfümeuren – und verantwortlich für diverse Judith Williams-Düfte – schildert den Prozess so:
„Eine Inspiration kann manchmal sehr schnell auf Papier geschrieben werden, wenn die Kopf-, Herz- und Basisnoten einer ‘Rezeptur‘ schon so schön miteinander harmonieren, dass keine, oder nur wenige Korrekturen vonnöten sind. Es kann aber auch sein, dass die Note, die man kreieren möchte, so komplex ist, dass es Monate dauert, bis das Parfum den eigenen Vorstellungen entspricht. Da bereits ein Gramm einer Komponente die Duftnote ändern kann, muss eine Rezeptur laufend angepasst und im Labor neu gemischt werden. Daraufhin wird das Muster über mehrere Tage gerochen und beobachtet. Die Duftentwicklung ist am wichtigsten, denn ich bin ein Perfektionist und toleriere keine Schwäche.“

7. Die klassischen vier Duftrichtungen

Blumige Düfte

Die Palette von floralen Düften beinhaltet Rose, Jasmin, Gardenie und Tuberose. Sie geht von weichen, pulvrigen Noten bis hin zu fruchtigen, orientalischen Tönen.

Frische Düfte
Meistens werden leichte, durchscheinende Düfte in diese Duftfamilie eingeordnet. Zu den Unterkategorien werden Zitrus (Zitrone, Limette, Grapefruit, Orange), Grün (Blätter, frisch geschnittenes Gras), Marine (Wasseraromen, Meeresbrise) und Fougère (erfrischende, oft maskuline Note auf Basis von Lavendel, Cumarin) gerechnet.

  • Judiths Tipp: Mit der Parfumeuer-Ikone, dem Duft-Architekten Frédéric Haldimann, habe ich den spritzigen Ton Parfum Deluxe Eau Fraiche entwickelt, der in der Kopfnote sonnige Bergamotte mit Zitrone und Verbene zusammenbringt. 

Holzige Düfte

Sofort kommt mir hier ein Waldspaziergang in den Sinn: Das liegt an den Tönen von Zedern-und Sandelholz sowie Patchouli. Aber auch Leder und rauchige, erdige Noten verbindet man mit dieser Kategorie.

Orientalische Düfte

Schwere Zutaten wie Weihrauch, Vanille, Moschus und Amber bestimmten diese Kategorie. Manche riechen sehr nach holzigem Duft, andere nach süßen Desserts oder Gewürzen.

  • Judiths Tipp: Welcher Duft passt zu diesem Blog besser als das sinnliche Parfüm „Live your Dream“? Er beweist ganz nebenbei, dass ein orientalischer Duft auch luftig sein kann. Ich habe ihn extra als Limited Edition 2017 kreiert!